Was macht der Weihnachtsmann und der Engel eigentlich wenn es nicht Weihnachten ist?

Damit wir außerhalb der Weihnachtszeit nicht erkannt werden, haben wir uns Pseudonyme zugelegt.

Der Weihnachtsmann nennt sich Hu-Ping Chen. Er ist schon ein wenig älter (zwischen vierzig und zweihundertfünfunddreißig) und stammt von chinesischen Eltern ab ist aber in Deutschland geboren worden. Nach seinen Studien (Gesellschafts- und Wirtschaftkommunikation, Public Management und Psychologie) hat er zunächst erst mehrere Jahre in der Werbung gearbeitet und kümmerte sich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter um ein liebes dutzend Doktoranden in der neurowissenschaftlichen Forschung und arbeitet nun als wissenschaftlicher Leiter in der Industrie.


Das Engelchen nennt sich Angelina Natale.

Wir haben während unseres Studiums begonnen als Weihnachtsmann und Engelteam zusammenzuarbeiten um unserer Studium zu finanzieren. Kennengelernt haben wir uns über die TUSMA (studentische Arbeitsvermittlung) bei den Weihnachtsmannaktionen und seitdem treten wir auch gern gemeinsam auf, wenn es möglich ist. Da wir beide auch eine ähnliche Einstellung zum Weihnachtsfest haben.

Früher haben wir die TUSMA unterstützt, diese gibt es leider nicht mehr. Die Heinzelmänchen haben aber die Vermittlung der Weihnachtsmänner übernommen. Im Jahr zweitausend ist es uns (ich war zu dieser Zeit Oberweihnachtsmann von der TUSMA) gelungen nach vierzig Jahren die beiden studentischen Weihnachtsmanndienste (TUSMA & Heinzelmännchen) zusammenzubringen. Dies gelang vor allem dadurch das auch der damalige Oberweihnachtsmann Martin der Heinzelmännchen das Weihnachtsfest eher unter dem Aspekt eines gemeinsamen Festes betrachtet hat und ich freue mich besonders das ich ihn bei dieser Zusammenarbeit als sehr guten Freund gewinnen konnte.

Für den Heiligen Abend sind alle unsere persönlichen Besuche bis zum 31. November immer für die Familien aus dem Vorjahr reserviert. Da wir aber fast jedes Jahr die gleichen Familien bescheren, können wir neue Besuche oft nur aufnehmen, wenn sich eine der Stammfamilien entschließt unsere Dienste nicht mehr in Anspruch zu nehmen. Doch irgendwann beschließen fast jedes Kind, dann doch in den Stand des Erwachsen werdens einzutreten (dies ist oft erst mit Eintritt ins Teeny-Alters möglich - so im Alter von 16-17 Jahren - Korrektur: einige zögern es inzwischen bis zum 20. Lebensjahr hinaus). Frage einfach mal an vieleicht habt Ihr Glück. Generell übernehmen wir zu Weihnachten weniger Aufträge als normal üblich, denn wir verstehen uns nicht als Paketdienst, aber mehr darüber könnt Ihr in unserer Philosophie (siehe unten) lesen!

Inzwischen haben wir auch noch einige Weihnachtsmänner gefunden und geschult, die unsere Einstellung teilen und die uns zu Weihnachten in den anderen Regionen Berlins vertreten.

In der Freizeit arbeitet Chen ehrenamtlich bei dem Malteser Hilfsdienst als Ausbilder (für die Erstversorger und für das Kriseninterventionsteam) oder ist in besonderen Fällen bei Rettungseinsätzen unterwegs. Auf Grund seiner vielfältigen und speziellen Ausbildungen ist er dort nicht nur für die medizinische Erstversorgung zuständig sondern kümmert sich besonders um die psychologische Betreuung von Katastrophenopfern, Einsatzkräften und schwertraumatisierten Patienten.

Ansonsten geht er gern mit Freunden Essen oder ins Kino, also er macht das gleiche was jeder andere normale Weihnachtsmann auch in seiner Freizeit macht. In den Ferien (wenn er es schafft) vereist er gern mit seinem "neuen" VW-Bus (Baujahr 1985), den er selbst zum Wohnmobil ausgebaut hat (der aber immer noch nicht fertig ist und wahrscheinlich auch nie ferig werden wird). Wie weit er damit reist hängt immer von seinem Geldbeutel ab. Bei den momentanen Dieselpreisen reicht es gerade bis nach Seifen (um Geschenke einzukaufen)

Auch von unseren anderen Weihnachtsmännern (hier nur mal eingige die bei unserem einem unserer Fernsehauftritte - der Weihnachtsmannschulung in MTV - dabei waren: Hellfried, Peter, Marco, Matthias, Siat Fred, Heiko, Tanja etc.) die uns helfen, erfahrt Ihr zu einem späteren Zeitpunkt etwas mehr.